Naturforum 4.0

Lebensräume gemeinsam gestalten

Naturforum 2025
Naturforum 4.0

Impulse für den lebensraum


Unter dem Motto „Naturforum 4.0 – Lebensräume gestalten“ trafen sich am 28. und 29. Februar 2024 über 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und Südtirol im Weissenseehaus in Techendorf.

Ziel des zweitägigen, interaktiven Symposiums war es, praxisnahe Ansätze für die veränderten Anforderungen durch die Freizeitnutzung unserer Naturräume zu präsentieren und Nutzungskonflikte zu bearbeiten.

Schwerpunkte & Lösungsansätze

Im Mittelpunkt standen Modellprojekte (gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft), mit Ansätzen für ein besseres Miteinander:

  • Miteinander statt Gegeneinander: Dialogprozesse zwischen Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Grundbesitzern, Gemeinden und Freizeitsuchenden.
  • Alpine Sicherheit & Klimawandel: Der Umgang mit neuen Gefahrenpotenzialen (z. B. Permafrostrückgang) und die Eigenverantwortung.
  • Smarte Besucherlenkung: Chancen und Risiken digitaler Wegeportale (z. B. Outdooractive) für den Naturschutz.

Diese und viele weitere Themen sowie Impulse des Naturforums können Sie in voller Länge nachhören.

Grußworte
Christopher Gruber | ARGE Naturforum 4.0
01 - Christopher Gruber Begrüßung Teilnehmer.wav

Karoline Turnschek | Bürgermeisterin Weissensee
02 - BGMin Karoline Turnschek Einleitung.wav

Mag. Sebastian Schuschnig | Landesrat
03 - Grußworte LR Mag. Sebastian Schuschnig.wav

 

Keynote 1

Mensch und Natur – eine philosophische Annäherung
[Präsentation]
Prof. Mag. Dr. Horst Peter Groß

Das Verhältnis der Menschheit zur Natur schwankt seit jeher zwischen Anpassung, Nutzen und Freizeit. Um unsere Existenz langfristig zu sichern, ist ein nachhaltiger und pfleglicher Umgang mit den natürlichen Ressourcen unverzichtbar.

 

Keynote 2

Lebensräume kooperativ gestalten
[Präsentation]
a.o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Heintel

Tourismus und Regionalentwicklung greifen immer enger ineinander und erfordern daher ein neues, branchenübergreifendes Miteinander. Um Zielkonflikte zu lösen, müssen gemeinsame Sprachen entwickelt und kooperative Ansätze gezielt gelernt sowie offen diskutiert werden.

 

Praxisbeispiel 1

Nachhaltiger Wege-Entwicklungsplan „Erfolgsmodell eines Dialogprozesses“
[Präsentation]
DI Klaus Michor und DI (FH) Andreas Nemmert

Die vielfältige Freizeitnutzung der Natur führt oft zu Zielkonflikten zwischen Sportlern, Landwirtschaft, Jagd und Naturschutz. Das Modellprojekt „Resilienz im Tourismus“ aus den Gailtaler und Karnischen Alpen zeigt anhand eines praxiserprobten Musterprozesses, wie durch das Einbinden aller Akteure nachhaltige Lösungen und ein besseres Miteinander gelingen.

 

Praxisbeispiel 2

Projekt Kleinwalsertal
[Präsentation]
DI Dr. Stefan Jocham und Ole Ipsen

Mit der Initiative „Natur bewusst erleben“ beugt das Kleinwalsertal Interessenskonflikten zwischen Tourismus und sensiblen Ökosystemen vor. Im Vortrag teilen die Verantwortlichen wertvolle Erfahrungen, Herausforderungen und praxistaugliche Lösungsansätze aus diesem Projekt.

 

Praxisbeispiel 3

Ankunft der Folgen des Klimawandels in den Bergen – Alpine Gefahrenpotenziale
[Präsentation]
Mag. Walter Würtl

Klimawandel und steigende Gästezahlen erhöhen die Naturgefahren auf alpinen Wegen und verunsichern Freizeitsportler wie Wegehalter. Das neue Risikomanagement-System R.A.G.N.A.R. bietet hierfür innovative Lösungsansätze, indem es alpine Sicherheitsbeurteilungen über das Prinzip des „vertretbaren Risikos“ neu denkt.

 

Praxisbeispiel 4

Die Problematik von Open Source in Online-Wegeportalen
[Präsentation]
Dominique Painsipp, MA BA 

Die steigende Beliebtheit von Outdoorsport führt im Gelände zunehmend zu Nutzungskonflikten und Belastungen für die Natur. Als Anbieter digitaler Lösungen im Alpenraum begleitet Outdooractive seit 30 Jahren Outdoorsportler, Bergführer, Schutzgebietsranger und Bergretter auf allen Wegen.