Wegenutzung im Naturraum

Nutzungskonflikte und Widerspruchsmanagement in der Freizeitgestaltung

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28. – 29. Februar 2024, „Weissenseehaus“ Techendorf/Weissensee

NATURFORUM WEISSENSEE

Die Freizeitnutzung von Naturräumen durch Wanderer, Mountainbiker, Radfahrer, Langläufer, Winterwanderer, Skitourengeher etc., führt da und dort auch zu Nutzungs- und Interessenskonflikten zwischen Land- und Forstwirtschaft, Almwirtschaft, Grundbesitzern, Jagdinteressen, Freizeitanbietern und den Freizeitnutzern.

Um das Gemeinsame, das Miteinander in Regionen – mit intensiver Freizeitnutzung durch Einheimische wie Urlaubsgäste – zu betonen bzw. zu fördern, wurde in Modellprojekten (unterstützt vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft), die  Vermeidung und Lösung von Nutzungskonflikten in den Mittelpunkt gestellt und nach Wegen und Lösungen für mehr Nachhaltigkeit und Resilienz gesucht – und auch sehr erfolgreich gefunden.

In einem 2-tägigen, interaktiven Symposium werden diese Modellprojekte vorgestellt und Lösungsansätze als Umsetzungshilfen für eure eigenen Problemstellungen mit auf den Weg gegeben. 

 

 

Hochkarätige Keynote-Speaker

Hochkarätige Keynote-SpeakerInnen und ExpertInnen geben dem Symposium mit Impulsvorträgen und praxisorientierten Lösungsansätzen eine besondere Note.

Für wen das Symposium im Besonderen hilfreich sein kann:
Gemeinden, Tourismusorganisationen, Alpenvereine, Naturfreunde, Naturparke, Agrar- und Weggemeinschaften, Behörden im Bereich Land- u. Forstwirtschaft, Grundbesitzer, Jagdpächter/-gemeinschaften, Sicherheitsbeauftragte im alpinen Bereich, Berg- u. Wanderführer.

Mittwoch, 28.02.2024

09.00 – 9.30 Uhr
Ankunft der Teilnehmer:innen und Registrierung (Weissenseehaus, Techendorf 78, 9762 Weissensee)

09.30 – 10.00 Uhr
Grußbotschaft -Staatssekretärin Mag. Susanne Kraus-Winkler
Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft


nadinestudenyphotography

 

Grußworte:

Kärntner Landesregierung, LR Mag. Sebastian Schuschnig
Gemeinde Weissensee, Bgm.in Karoline Turnschek

10.00 – 10.30 Uhr
Auftrag und Zielsetzung des Projektes „Naturforum 4.0 - Lebensräume gestalten“.
Nachhaltige Kooperationen zwischen Grundeigentümern, Landwirtschaft und Tourismus
Christopher Gruber, Geschäftsführer
Programm des Naturforums, Organisation, Arbeitsformen
Prof. Mag. Dr. Horst Peter Groß

 

 

10.30 – 11.15 Uhr Keynote 1:
Mensch und Natur – eine philosophische Annäherung
Prof. Mag. Dr. Horst Peter Groß

Der Umgang mit der Natur war für die Menschen, d.h. seit es den Homo sapiens gibt, schon immer eine Herausforderung. Von der Anpassung an naturgegebene Verhältnisse im Zuge der Sesshaftwerdung bis zum Objekt der Freizeitnutzung mit seinen positiven und negativen Begleiterscheinungen und all ihren (oftmals monetär bedingten) Interessenskonflikten.

Für die „Gattung Mensch“ langfristig überlebensnotwendig, muss ein pfleglicher Umgang mit dieser Ressource im Vordergrund stehen.

Prof. Mag. Dr. Horst Peter Groß. Philosoph und Unternehmensberater. Interventionsforschung und Beratung mit den Schwerpunkten Projekt- und Prozessmanagement, Strategie-, Organisations- und Regionalentwicklung.

 

11.15 – 11.45 Uhr
Pause

11.45 – 12.30 Uhr Keynote 2:
Lebensräume kooperativ gestalten
a.o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Heintel

Tourismus und Regionalentwicklung stehen in einem immer stärkeren Wechselbezug. Daher gilt es, einerseits Widersprüche herauszuarbeiten, andererseits kooperatives, sektorenübergreifendes  Handeln zu unterstützen. Voraussetzung dafür ist, „Räume lesen zu können“, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln und kooperatives Arbeiten als „lernbar“ anzunehmen. Diese Voraussetzungen sind kein Selbstläufer, sehr wohl aber wert, umfassend diskutiert zu werden.

a.o. Univ.-Prof. Mag. Dr. Martin Heintel: Professor am Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien und wissenschaftlicher Leiter des Weiterbildungsprogramms „Kooperative Stadt- und Regionalentwicklung“ am Postgraduate Center der Universität Wien

www.schauen.at

12.30 – 14.00 Uhr
Mittagspause

14.00 – 15.00 Uhr Praxisbeispiel 1:
Nachhaltiger Wege-Entwicklungsplan – „Erfolgsmodell eines Dialogprozesses“
+ Statements von Betroffenen / Workshop-TeilnehmerInnen

DI Klaus Michor und DI (FH) Andreas Nemmert

Die Freizeitnutzung von Naturräumen durch Wanderer, Mountainbiker, Radfahrer, Langläufer, Winterwanderer, Skitourengeher etc. führt da und dort auch zu Nutzungs- und Interessenskonflikten zwischen den verschiedenen Anspruchsgruppen und den Freizeitnutzern. Um das Gemeinsame, das Miteinander in Regionen zu betonen bzw. zu fördern, wurde in einem Modellprojekt „Resilienz im Tourismus“ des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft die Vermeidung und Lösung von Nutzungskonflikten rund um Freizeitaktivitäten in Naturräumen der Karnischen – und Gailtaler Alpen in den Mittelpunkt gestellt und nach Wegen und Lösungen für mehr Nachhaltigkeit und Resilienz gesucht und sehr erfolgreich gefunden

Euer Nutzen:
Unter Einbeziehung aller Anspruchsgruppen (Betroffene aus Gemeinden, Grundbesitzer, Landwirtschaft, Jagd, Forstwirtschaft, Tourismus, Naturpark, Bundesforste, Alpenverein etc.,) wurde ein Musterprozess entwickelt ebenso wie Vorgangsweisen und Umsetzungsmaßnahmen gefunden wurden, die zur Lösung und zur Entflechtung der aufgezeigten Nutzungskonflikte beitragen. Dieser Musterprozess dient als mögliche Anleitung für andere Destinationen bzw. Anspruchsgruppen, ebenso wie praktische Beispiele von Umsetzungsmaßnahmen hilfreich sind.

REVITAL - Büro für Integrative Naturraumplanung und Einblicke von Betroffenen und Workshop-TeilnehmerInnen.

15.00 – 16.00 Uhr
Fortsetzung: Nachhaltiger Wege-Entwicklungsplan „Erfolgsmodell eines Dialogprozesses“
Einblicke von Betroffenen als WorkshopteilnehmerInnen, Persönliche Erlebnisse und Erkenntnisse

  • DI Strasser Wilfried (Bezirksforstinspektor)
  • Zollner Harald (Österr. Bundesforste) 
  • Mag. Christian Lilg (Hotelier, Land-/Forstwirt, Jäger)

 

16.00 – 16.30 Uhr
Pause

16.30 – 18.00 Uhr
Gruppendiskussionen
Erarbeitung von Fragestellungen und Kommentaren zu „Nachhaltiger Wege-Entwicklungsplan: Erfolgsmodell eines Dialogprozesses“

19.00 – 21.00 Uhr
Gemeinsames Abendessen und informeller Ausklang des ersten Tages (nicht in Symposiumsgebühr enthalten !)

Donnerstag, 29.02. 2024

09.00 – 10.45 Uhr
Eröffnung des zweiten Tages
Präsentation der Gruppenergebnisse und Plenardiskussion
Fragestellungen, Kommentare, Umsetzungsmaßnahmen

10.45 – 11.15 Uhr
Pause

11.15– 12.00 Uhr Blick über den Tellerrand – Praxisbeispiel 2:
Projekt Kleinwalsertal
DI Dr. Stefan Jocham und Ole Ipsen

Das Kleinwalsertal als eine der führenden Tourismusdestinationen im Alpenraum, ist ein einzigartiger Natur-, Lebens- und Freizeitraum. Mit zunehmender Begeisterung für Urlaub in den Bergen und Outdoor-Sportarten wuchs allerdings auch der Druck auf sensible Ökosysteme. Aus diesem Grund haben sich die Gemeinde Mittelberg und Kleinwalsertal Tourismus auf den Weg gemacht und das Projekt „Natur bewusst erleben“ gemeinsam mit Revital Integrative Naturraumplanung GmbH und dem Institut für Ökologie der Universität Innsbruck initiiert. Möglichen Interessenskonflikten und widerstreitenden Nutzungen in sensiblen Landschaftsräumen sollte vorgebeugt werden.

 

Euer Nutzen:
Mit dem zweiten Praxisbeispiel wird euer Wissenshorizont um weitere Erfahrungen und Erkenntnisse angereichert. Der Weg, die Herausforderungen und Resultate auf dem Weg vom Projekt zur Initiative werden von den Vortragenden aufgezeigt und Handlungsanleitungen vermittelt. 

Stefan Jocham ist seit Oktober 2022 Koordinator der Initiative Natur bewusst erleben bei der Kleinwalsertal Tourismus eGen. Ole Ipsen ist Teamleiter Produktmanagement bei der Kleinwalsertal Tourismus eGen und begleitet die Entwicklung und Umsetzung der Initiative „Natur bewusst erleben“ von Beginn an.

Stefan Jocham  Ole Ipsen

12.00 – 13.30
Mittagspause

13.30 – 14.15 Uhr Blick über den Tellerrand – Praxisbeispiel 3:
Ankunft der Folgen des Klimawandels in den Bergen – Alpine Gefahrenpotenziale
Sicherheit in den Bergen neu denken und handeln, oder:„Die Objektivierung des Hausverstandes“
Mag. Walter Würtl

Bereits seit Jahren zeichnet sich auch auf Wander- und Bergwegen bzw. Mountainbike Routen eine signifikante Zunahme von Steinschlagereignissen oder Beeinträchtigungen durch Unwetter ab. Davon betroffen sind besonders Wegehalter, aber auch Wanderer / Biker werden verunsichert. Grund dafür sind zum einen die sich verändernden Bedingungen am Berg bzw. die oftmals extrem spürbaren Klimaeinflüsse (u.a. durch das Auftauen des Permafrostes in großen Höhen), zum anderen auch die Zunahme der „Bergtouristen“ bei gleichzeitiger Abnahme von deren „Eigenverantwortung“.

Mit der Methode „Risikoanalyse gravitativer Naturgefahren im alpinen Raum“ (R.A.G.N.A.R.)“, welche in der Beurteilung von alpinen Wegen einen völlig neuen Ansatz geht, nämlich den des „vertretbaren Risikos“, werden Lösungsansätze neu gedacht.

Mag. Walter Würtl: Alpinwissenschaftler. Gerichtlich beeideter Sachverständiger für Alpinistik und Sicherheitsein-richtungen am Berg. Berg- und Skiführer, Expertenmitglied im Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit. Gründungsmitglied von "LO.LA alpine safety management“. Spezialist für das Themenfeld Risikomanagement am Berg.

14.15 – 15.00 Uhr Blick über den Tellerrand – Praxisbeispiel 4:
Die Problematik von Open Source in Online-Wegeportalen
Verantwortungsvolles Verhalten möglich machen: Smarte Besucherlenkung durch Apps und Plattformen
Domenique Painsipp ,MA BA

Studium der Wirtschaftsinformatik – (MA, BA). CEO Outdooractive Austria, Consulting & Projektmanagement - Digitalisierung, Marketing & E-Business Dreamprojects. Bereichsleiter Digitalization, Marketing & E-Business Raiffeisen Tours (RTK, TUI, etc.). Leitung Digitalisierung - Wiesner Hager. Leitung Internationales Digital Marketing – SKIDATA. IT & Marketing - OVB Holding AG

Die anhaltende Beliebtheit von Outdoorsport und -tourismus bringt einige Herausforderungen mit sich: Wo sich mehr Menschen im Gelände bewegen, nehmen auch Nutzungskonflikte zwischen verschiedenen Interessensgruppen sowie Natur- und Artenschutz zu. Als Pionier der Digitalisierung im Alpenraum begleitet Outdooractive seit 30 Jahren Outdoorsportler, Bergführer, Schutzgebietsranger und Bergretter auf allen Wegen.

Domenique Painsipp ,MA BA : CEO - Outdooractive Austria, Consulting & Projektmanagement -
Digitalisierung

15.00 - 15.30 Uhr
Pause

15.30 – 16.00 Uhr
Kleingruppendiskussionen
„Erkenntnisse, Anregungen, Inputs für Umsetzungsmaßnahmen“

16.00 – 17.00 Uhr
Abschließende Plenardiskussion
Erkenntnisse und gemeinsame Themenfindung für das nächste „Naturforum Weissensee“

Moderation: Horst Peter Groß und Martin Heintel

17.00 Uhr
Ende und Informeller Ausklang
Kontakte und Vernetzung

Unterkunft & Anreise

Gemeinsam zum Green Event Mit Bahn und Bus zum Weissensee

Anfahrt Vorzugsweise mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Im Einklang mit unserem Leitmotiv bemühen wir uns, die CO2-Emissionen der Veranstaltung so weit wie möglich zu minimieren. Dabei spielt die Auswahl der Anreisemöglichkeiten neben dem vegetarischen Speisenangebot eine wesentliche Rolle. Um es auf den Punkt zu bringen: Die individuelle Anfahrt im eigenen PKW stellt uns vor Herausforderungen. Wählen wir hingegen die kollektive Anreise per Bahn, finden wir einen Weg. Zum Glück lässt sich der Weissensee bequem mit den Zügen der ÖBB und dem Weissensee Pendelverkehr erreichen. Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich in Greifenburg, und von dort bringt euch ein barrierefreier Shuttle direkt zu den Partnerhotels oder zum Haus am Weissensee. Sie brauchen Hilfe? Kontaktieren Sie uns.

Bei einer beispielhaften Fahrt von Wien zum Weissensee kann eine Einsparung von insgesamt 50 kg CO2 im Vergleich zur Anreise mit dem eigenen Auto erzielt werden. Berechne deine Anreise.

 

 

 

Feedback für unsere Veranstaltung gemäß den Standards des Green Events:

 

 

 

 

 

 

Lage & Anreise

Die Modellregion für die nachhaltigste Region Österreichs liegt in Kärnten / Österreich direkt an der Grenze zu Italien.

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